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Was tun in Rom?

Jobmöglichkeiten in der Hauptstadt Italiens

Diesmal berichtet Minka Kuzmanovic aus ihrer Wahlheimat Rom über Jobs, die für Ausländer besonders geeignet sind...

 

In Rom Urlaub machen und seinen Lebensunterhalt zu verdienen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Viele Jobs bietet die Hauptstadt nicht, die soziale Absicherung ist schwächer als bei uns, die Preise relativ hoch, die Gehälter klein, dafür das Leben, die Küche,  das Wetter, das Eis ein Genuss. Was also tun?

Als Ausländer ist man zusätzlich in seiner Jobauswahl eingeschränkt, da selbst gute Sprachkenntnisse meist nicht ausreichen und  - das Wichtigste -  die Beziehungen fehlen.

Die Jobauswahl bleibt oft beschränkt auf Hotels, Bars und Restaurants, Stadtführungen oder Sprachlehrer. Englische Muttersprachler mit einem Lehr- bzw. Toefl-Zertifikat haben es etwas besser, denn Englischlehrer werden verzweifelt  gesucht. Deutsch etwas weniger, aber mit Glück und Ausbildung in dieser Richtung kann man private Schulen finden bzw. mit einem Aushang an einem schwarzen Brett Privatstudenten.

Eine weitere Möglichkeit (habe ich selbst nicht probiert- war bloß zum Jobgespräch) ist die holländische Firma "Interjobs". (http://www.interjobs.nl/) Sie arbeiten als  Agentur in der Touristikbranche und bieten Jobmöglichkeiten von Kellnerjobs in Abruzzo bis zum Animateur auf Sizilien. Meist in den Feriengebieten Italiens wie auch auf Sardinien oder auf Elba.
 
Die Verträge werden nach deutscher Rechtslage gefertigt, allerdings wird eine Sicherheitsgebühr verlangt, die aber zur Hälfte nach Beendigung der Tätigkeit zurückbezahlt wird. Auch einige deutsche Reiseclubs wie Ruf Reisen oder der Kölner Club bieten Sommerjobs quer in Italien an.

Selbst "getestet" dagegen habe ich die Firma "Grandi Numeri"( http://www.grandinumeri.it/), ein Callcenter, das ständig Muttersprachler mit folgenden Sprachen sucht: Deutsch, Englisch, Französisch, Schwedisch, doch auch die Ostsprachen sind mit der Osterweiterung im Kommen - Polnisch zum Beispiel soll  demnächst dazukommen.

Bei "Grandi Numeri" handelt es sich um eine Marketing Research Firma, die hauptsächlich Arbeit am Telefon anbietet. Man führt telefonisch Meinungsumfragen meist in seinem Heimatland durch. Nach kurzer Einweisung wird man in einem Großraumbüro, in dem es recht laut und hektisch zugehen  kann, vor den Bildschirm gesetzt. Das Softwareprogramm führt einen von Frage zu Frage,  um die Beurteilungen der Kunden zu bestimmten Serviceleistungen im Auftrage der Firmenkunden zu erfragen. Diese sind zum Beispiel in Noten oder mit einfachen Ja/Nein Fragen ins System einzuspeisen. Ein simpler Job, es bedarf eines Hauchs von Computerkenntnissen, Kommunikationsfreude  und der Muttersprache. Mit Glück wird man nach einem kurzem Interview eingestellt.

Es ist dennoch nicht immer einfach jemanden zu finden, der für eine Telefonumfrage zu Serviceleistungen 10 Minuten zur Verfügung steht, viele fühlen sich am Telefon belästigt. Nach einer Weile kann es auch passieren, dass man sich selbst nach 20 Umfragen täglich mechanisch die gleichen Fragen runter rappeln hört.

Die Bezahlung liegt so bei 6 Euro die Stunde, kein Spitzenlohn, man bekommt dafür einen Vertrag, auch wenn dieser oftmals nur für wenige Wochen im Monat und kurzfristig in Kraft tritt und es sein kann, dass man nicht die gesamte Vertragsdauer durcharbeitet. Die Arbeitszeiten sind flexibel, man kann zwischen Voll- und Teilzeit wählen.

Insgesamt empfehlenswert und eine gute Gelegenheit etwas Geld zu verdienen. Außerdem eine gute Kontaktbörse. Man trifft Leute quer vom Kontinent, die alle im gleichen römischen Boot sitzen - was tun,  wenn der Monat für die hohen Mietkosten einfach zu lang ist...

Minka Kuzmanovic

 

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