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Kein Land hat in den vergangenen 200 Jahren mehr arbeits- und zukunftssuchende Deutsche angezogen wie die Vereinigten Staaten von Amerika. Vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts suchten Millionen Menschen eine zweite Heimat im Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten. Nun ist die Zeit der Massenauswanderung zwar längst vorbei; immer noch suchen aber nicht wenige Deutsche jenseits des großen Teiches nach neuen beruflichen oder kulturellen Horizonten, wenn auch in der Regel nur auf Zeit.
Die USA sind die größte Wirtschaftsmacht der Welt und erlebten in den 90er Jahren eine Zeit boomhaften Wachstums. Im Jahre 2007 erwirtschafteten 300 Millionen Amerikaner ein Pro-Kopf-Bruttosozialprodukt von 46.040 $, deutlich mehr als die meisten Länder Europas (Deutschland: 38.990 $). Dann aber kam die Finanzkrise, die die amerikanische Wirtschaft in ihren Grundfesten erschütterte. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,6% im Jahr 2007 auf 9,7% Anfang 2010. In zahlreichen High-Tech-Branchen sind amerikanische Unternehmen aber Technologie- und Weltmarktführer, so dass die mittelfristigen Aussichten gut bleiben.
Gute Gründe für den Sprung über den Teich
Die USA bleiben Deutschlands wichtigster Exportmarkt außerhalb der EU und gleichzeitig eine wichtige Inspirationsquelle für allfällige Innovationen in Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Arbeitsaufenthalt in den USA gilt daher bei vielen europäischen Personalchefs immer noch als besondere Qualifikation.
In manchen Branchen sind außerdem die Karriereaussichten in Übersee bedeutend besser als hierzulande. Vor allem Wissenschaftler finden in den USA vielfach bessere Arbeitsbedingungen vor.
Last not least übt auch der American way of life eine ungebrochene Anziehungskraft auf viele Mitteleuropäer aus, die ihrer staatlich abgesicherten Reihenhausidylle überdrüssig sind...
Aber...
Blauäugig sollte man natürlich nicht sein, wenn man den Sprung wagt. Milch und Honig fließen auch drüben nur für den, der dafür zahlen kann. Im amerikanischen Wirtschaftsleben weht generell ein rauerer Wind als bei uns.
Dass das soziale Sicherungsnetz in den USA ziemlich dünn ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Kündigungsschutz im kontinentaleuropäischen Sinne ist weitgehend unbekannt.
Einstiegsgehälter sind meist niedriger als bei uns. Dafür wird länger gearbeitet: 38% aller Berufstätigen schaffen mehr als 50 Stunden in der Woche. Wobei Überstunden in der Regel nicht bezahlt werden... Und das gilt nicht nur für unqualifizierte Arbeitskräfte - ganz im Gegenteil: Gerade in High-Tech-Branchen und im Internetsektor bleiben die Angestellten ganz besonders lange im Büro.
Diese Art von Flexibilität ist gewissermaßen eine amerikanische Nationaltugend. Wer in den USA arbeiten will, sollte also etwas Pragmatismus und Pioniergeist mitbringen...
Links
Auf der Regierungsseite america.gov finden Sie offiziöse Informationen zum Land und zur Regierungspolitik
http://www.america.gov
Die FH Hannover bietet auf Ihren Seiten eine große, thematisch sortierte Linksammlung zu verschiedenen inhaltlichen Schwerpunkten rund um Studium und Alltagsleben in den USA.
http://www.fh-hannover.de/usa/index.htm
Eher touristisch ausgerichtet, aber reich an praktischen Informationen sind die Seiten von
http://www.magazinusa.com