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Thomas Bornschein / Mirco Thomas: Leben und arbeiten in der Schweiz. Interna, Bonn 2007.
92 Seiten
Preis 24,90 €
Das Autorenduo Thomas Bornschein und Mirco Thomas hat sich für den Verlag Interna eines Themas angenommen, das für viele deutsche Arbeitssuchende von Interesse sein dürfte: Leben und arbeiten in der Schweiz. Der Verlag setzt damit eine Reihe fort, in der schon einige andere Länder als Auswanderungsziele vorgestellt wurden.
Reihentypisch kommt auch „Leben und arbeiten in der Schweiz“ als dünnes Taschenbuch daher (92 Seiten) und beschränkt sich auf die Darbietung nackter Information ohne jede weitergehende literarische oder journalistische Verarbeitung.
Das Buch beginnt mit allgemeinen Informationen über das Land, stellt dann ausführlich das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU dar, um sich anschließend den Themen Arbeitssuche und Bewerbung zu widmen. Es folgen Kapitel zu den Themen Umzug und Wohnen sowie Sozialversicherung. Ein großer Abschnitt „Formalitäten“ befasst sich mit rechtlichen Bestimmungen zu einer Fülle von Einzelproblemen von Einreise und Arbeitserlaubnis über Steuern, Familiennachzug und Immobilienkauf bis zur Einbürgerung.
Zum Konzept des Buches wie der ganzen Reihe gehört es, dass die Texte durch umfangreiche Listen mit weiterführenden Internetseiten und Adressen ergänzt werden. Checklisten sowie Vordrucke für Gesprächsprotokolle und Aufgabenlisten wollen den Leser ermuntern, mit dem Buch zu arbeiten und es nicht beim Lesen zu belassen.
Die umfangreichen Informationen sind im Allgemeinen gut aufbereitet. Lediglich die Darstellung des Freizügigkeitsabkommens ist im Stil sehr juristisch geraten und entsprechend schwer verdaulich.
An vielen Stellen bieten die Autoren nur Übersichtsinformationen mit dementsprechend begrenzter praktischer Relevanz. Dies ist beim Format des Büchleins auch kaum anders möglich. Hier kann – und muss – der Leser anhand der Linklisten und Adressen selbst weiterrecherchieren. Die zusätzliche eigene Recherche ist allerdings ohnehin unabdingbar; gerade etwa im Bereich der Sozialversicherungen stellt sich manchmal jeder Einzelfall anders dar.
Trotz dieser und einiger anderer Defizite – so ist etwa das unsortierte und unkommentierte Literaturverzeichnis wenig hilfreich – ist dies durchaus ein nützliches Werkchen. Wer sich entschlossen hat, sein Glück in der Schweiz zu versuchen, findet hier einen guten Einstieg für seine Recherchen. Ob er bereit ist, dafür 24,90 € zu zahlen, muss sich jeder selbst beantworten. Die meisten Infos, die das Buch bietet, kann man auch im Internet finden – muss dafür allerdings eine Menge Zeit investieren.
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